„Jippie, das Radio läuft “

Eigentlich sollten wir uns lieber mit dem Einbau des Überrollkäfiges beschäftigen, aber die Firma Heigo Autotechnik lässt sich bei der Lieferung alle Zeit der Welt. Um die aufkommende Langeweile zu bekämpfen und sich nicht die ganze Zeit über Heigo zu ärgern, haben wir uns diesmal um das Autoradio und die Bremsflüssigkeit gekümmert. Der Austausch der Bremsflüssigkeit verlief problemlos und war wahrhaftig kein Luxus. Als wir das Auto gekauft haben, war ein Blaupunkt Kassettenradio installiert. Wir wollten es einschalten, doch das Radio zeigte nur „Code“ im Display an. Den hatten wir natürlich nicht vom Verkäufer mitbekommen. Vielleicht steht der Code ja auf dem Radio? Also bauten wir das Radio kurzerhand aus, um unsere Vermutung zu überprüfen. Wir hatten Glück und der Code stand tatsächlich auf dem Gehäuse. Nach der Eingabe des Codes dann die Enttäuschung. Nicht einmal ein Rauschen war in den Lautsprechern zu hören. Kein Wunder, denn unter den originalen Abdeckungen gab es gar keine Lautsprecher mehr. :) Stattdessen Lüsterklemmen und abgerissene Lautsprecherleitungen. Ganz klar, da waren Profis am Werk! Zum Glück hatte der Elektronikmarkt in der Nähe noch geöffnet und wir konnten einen neuen Lautsprechersatz von MAC-Audio für 19,95 € einbauen. Die Verkabelung wurde mit KFZ-Quetschverbindern fachmännisch repariert und ein erneuter Probelauf gestartet. Jetzt hatten wir zwar ein leises Rauschen in den Lautsprechern, aber keine Musik. Nachdem wir die Verkabelung und die Antenne überprüft hatten, musste also das Radio kaputt sein. Ein neues wollten wir nicht kaufen. Nach kurzer Ratlosigkeit schauten wir in dem „Ersatzteil-Polo“ auf dem Hof nach. Er hatte tatsächlich noch ein Radio eingebaut: Ein originales VW Gamma Radio mit vier Senderspeichern, Kassette und automatischen Verkehrsfunk … und es lief. Stilgerechter kann man einen Youngtimer wie unseren Polo wohl kaum beschallen. :)

„Von der Kupplung zum Zündfunken“

Bereits bei einer der ersten Probefahrten stellten wir fest, dass es mit der Kupplung der Sportkarre nicht gerade gut bestellt war. Da Sebastian den letzten Kupplungswechsel auf Auffahrrampen noch zu gut in Erinnerung hatte, entschieden wir uns diese Reparatur in einer ortsansässigen Werkstatt ausführen zu lassen. Bevor die Sportkarre in die Werkstatt gebracht wurde, haben wir aber noch schnell das Kupplungsseil (Automatikseil) gegen einen einstellbaren Kupplungszug mit Rückholfeder ausgetauscht. Obwohl, so schnell war das gar nicht, denn der Kupplungszug war bei VW entfallen und die Teilenummer der Rückholfeder im System nicht auffindbar. Zum Glück hatten wir uns vorab im Internet informiert und eine passende Teilenummer für die Feder in der Hand (084 141 741 A). Der einstellbare Kupplungszug war bei Matthies Autoteile sogar noch auf Lager, so dass wir ihn umgehend einbauen konnten. Der Schleifpunkt ließ sich nun exakt auf unsere Bedürfnisse einstellen. Jetzt fehlte nur noch die Kupplung. Der Termin in der Werkstatt war gemacht und wir konnten die Sportkarre einen Tag später aus der Werkstatt abholen. Die Chefin merkte mit einem Lächeln an: “Ich brauchte ganz schön lange, um überhaupt in das Auto einzusteigen.“ Ist halt ein Sportgerät, da bedarf es einer gewissen Fitness ;)
Wir haben den Polo dann zurück in die heimische Werkstatt gefahren und beim Versuch durch das Hallentor zu fahren, ging der Wagen plötzlich aus. Wir starteten den Wagen erneut und widerwillig und mit ruckelndem Motor konnten wir die Sportkarre in die Halle fahren. An ihrem Platz angekommen, ging der Motor erneut aus. Das konnte doch gar nicht sein, der lief doch vorher immer einwandfrei. Sebastian hat dann die Massepunkte am Getriebehalter vorne kontrolliert, schließlich war die Werkstatt ja dabei gewesen. Alles fest und mit gutem Kontakt. Sebastian meinte dann, dass hört sich nach einem Problem mit der Zündanlage an, wie recht er doch hatte. Beim erneuten Versuch die Sportkarre zu starten, kam dann im wahrsten Sinne des Wortes der Lichtblick. Der Zündfunke war an der Verteilerkappe von außen sichtbar. Nach kurzer Sichtprüfung stand fest, der mittlere Anschluss der Verteilerkappe hatte einen Haarriss, so dass der Funke sich kurzerhand einen kürzeren Weg gesucht hatte. „Der Strom, die faule Sau“. Zum Glück hatten wir noch ein passendes Ersatzteil in der Werkstatt liegen. Jetzt wo die Sportkarre wieder läuft, warten wir gespannt auf den Liefertermin des Heigo-Überrollkäfigs, der leider schon eine mehrwöchige Verspätung hat.

„Bitte nehmen Sie Platz“

Eine „reale Sportkarre“ zeichnet sich durch eine Sitzschale mit gutem Seitenhalt und ein ausgefeiltes Rückhaltesystem aus. Das darf bei unser Sportkarre natürlich nicht anders sein. Deshalb haben wir uns heute ausgiebig mit dem Thema Insassenschutz beschäftigt. Die dafür notwendigen Maßnahmen haben wir bereits vorab mit unserem TÜV-Sachverständigen durchgesprochen. Dem fachgerechten Einbau kommt eine große Bedeutung zu. Die Gurte müssen optimal verlaufen, die Gurtösen in Richtung der Hauptkraftrichtung zeigen und selbstverständlich haben wir alle sensiblen Teile mit Loctide gesichert.

schroth

Beim Einbau der Sitzkonsolen (Wiechers Sport) haben wir leider ein Rostnest entdeckt. Eine zehn Pfennigmünze, die vermutlich schon etliche Jahre in dem Polo als Wertanlage gelegen hatte, rostete unter dem Teppich im verborgenen. Das Problem war zum Glück schnell beseitigt :)

zehn Pfennig

Es sind die kleinen Details, die unsere Sportkarre zu einem ganz besonderen Automobil machen. Dieser Maxime folgend hat der Zündschlüssel einen passenden Anhänger erhalten.

Zündschlüssel