Jun 2012

„Die Sportkarre wird ihrem Namen gerecht“
 
Das vierte Rennen - der erste Klassensieg!
 
Nach dem wir in Segeberg zum ersten Mal mit der Sportkarre an den Start gegangen waren, stand nun das Slalom-Wochenende in Kaltenkirchen auf dem Plan. Die Truppe um Harry Seiler steht seit Jahren für eine Veranstaltung der Spitzenklasse. Mit mehr als 230 Startern an zwei Tagen, trieb es diesmal den Veranstalter (MSC-Kaltenkirchen) an die Grenzen seiner Möglichkeiten. An beiden Tagen musste man mehr als zehn Teilnehmer ablehnen, weil die Klassen allesamt voll waren. Für Nathalie als „Frischling“, war die Strecke natürlich Neuland. Der übersichtliche Rundkurs sieht auf den ersten Blick einfach aus, aber es ist trotzdem nicht leicht, die schnellste Linie zu finden, ohne viele Pylonen zu schmeißen. Das musste sie leider an diesem Wochenende lernen. Die Fahrzeiten purzelten immer weiter nach unten und mit ihnen leider auch die Pylonen. Sebastian zeigte sich da schon erfahrener und hat am Samstag mit zwei fehlerfreien Läufen einen sechsten Platz in einem Starterfeld von sechszehn Startern in der 2A erreicht. Glückwunsch! Wenn man bedenkt, dass die Sportkarre das schwächste Auto im Feld war, ist das schon eine Leistung. Das Fahrwerk und die Reifen harmonieren einfach perfekt miteinander. Das schlechte Ansprechverhalten des AAV-Motors mit seiner Zentraleinspritzung und den mageren 54 PS, werden dadurch gut ausgeglichen. Wir dürften bei dem Leergewicht unseres Fahrzeuges übrigens  volle 75 PS haben! Am Sonntag war dann ein Starterfeld von zwölf Teilnehmern in der 2A am Start. Sebastian spielte gedanklich mit einer erneuten Platzierung im Mittelfeld. Die meisten Teilnehmer am Start kannte er bereits vom Vortag. Das wird schwierig, da war sich Sebastian sicher. Eine kleine Änderung am Fahrzeug, sollte das Einlenkverhalten gegenüber dem Vortag verbessern. Bereits in der Trainingsrunde zeigte sich der Polo sehr „driftfreudig“ und tänzelte über den Kurs. Sebastian mag dieses gut kontrollierbare Übersteuern und setzte es gezielt auf dem Kurs ein. Die erste Wertungszeit entsprach in etwa der besten Fahrzeit vom Vortag. Dieter fragte Nathalie:“ Ist Sebastian eigentlich nervös sei, wenn er am Vorstart wartet?“  Sie ging zum Auto und machte die Tür auf. Dann hörte sie Musik aus dem Autoradio, was die beiden erst kürzlich in den Wagen eingebaut hatten. Sie schloss die Tür hinter sich und ging wieder zu Dieter zurück: „Nein, er ist nicht nervös, wenn er fahren muss. Er hört in aller Ruhe Radio.“ In der darauf folgenden Runde wollte Sebastian noch einmal alles riskieren, es musste doch noch schneller gehen! Er holte noch einmal ca. eine Sekunde raus. Als er das Ergebnis aus der Lautsprecheranlage hörte, fuhr er zufrieden ins Fahrerlager zurück. Sebastian war gerade auf dem Weg zurück zur Zeitnahme, als ihm Kevin entgegen kam und ihm mit den Worten „Glückwunsch zum Klassensieg“ begrüßte. Das konnte doch nur ein Scherz von ihm gewesen sein?! Nein, es war tatsächlich wahr und Sebastian hat bei der zweiten Veranstaltung (viertes Renner der Saison) den Klassensieg mit der Sportkarre eingefahren. Dirk, der ex-Schleswig-Holstein Meister, Konkurrent, aber auch Ziehvater von Sebastian im Slalomsport, reichte ihm die Hand zur Gratulation: „Glückwunsch, mein Kleiner!“ – dabei ist er doch der kleinere ;). In der Gesamtwertung hat die Sportkarre damit BMW 318is, BMW M3 und Lotus Elise hinter sich gelassen. So ein Polo ist schon ein kleiner Volkssportwagen.  
  
1erPlatz

kaki Slalom sieg