May 2013

Wer bremst verliert

...die Haftung an der Hinterachse. Aber wir fangen besser ganz von vorne an. Nachdem wir auf dem Travering mit Benzinverlust ,durch einen undichten Tankverschluss, kämpfen mussten, waren wir vor unserem Einsatz in Bad Segeberg doch ziemlich angespannt. Hoffentlich ist diesmal alles dicht und wir können uns entspannt auf unsere Wertungsläufe konzentrieren. Soviel können wir jetzt schon verraten, der Tankverschluss machte keine Probleme mehr.

Nachdem die technische Abnahme problemlos absolviert wurde, tauchte plötzlich Christian Ansorge im Fahrerlager auf. Der Polofahrer aus Oldenburg hatte sich erst kurz vor der Veranstaltung durch Sebastian überreden lassen und wollte nun auch an der Doppelveranstaltung teilnehmen. Die Klasse 2A war am Vormittag mit 14 Startern sehr gut besetzt und sowohl Christian als auch Sebastian fanden sich inmitten eines schnellen Starterfeldes aus Ex-Youngster-Cup-Fahrern und gut vorbereiteten Ex-ADAC-Autos wieder. 

Sebastian startete zum Trainingslauf auf die Strecke, die von der Asphalttemperatur noch sehr kalt und voller kleiner Kiesel war. Nach der langen Geraden an der Halle vorbei musste er anbremsen, um das Tempo auf die Wende anzupassen. Das Heck des Polos brach unvermittelt aus und eine 180°-Drehung war nicht mehr zu vermeiden. Was war denn mit unserem gutmütigen Auto passiert? Klar die Reifen waren noch kalt und die Strecke voller Sand. Auch in den nachfolgenden Wertungsläufen musste Sebastian ständig korrigieren und das Tempo rausnehmen, um nicht erneut ins Schleudern zu geraten. Wir hatten den Polo erst vor kurzem mit einem lastabhängigen Bremskraftregler ausgerüstet und das wird der Übeltäter gewesen sein. Durch die offensichtlich falsche Einstellung dieses Reglers wurde der Hinterachse eine Beladung vorgetäuscht, die gar nicht vorhanden war. In der Folge blockierten beim Anbremsen die Räder an der Hinterachse, noch vor den Vorderrädern und konnten somit keine Seitenführungskräfte mehr übertragen. Der Wagen fing sich an zu drehen. Trotz dieses großen Handycaps gelang es Sebastian einen guten 7. Platz herauszufahren.  

Nun war Nathalie an der Reihe und bestätigte ebenfalls im Training die giftige Hinterachsbremse durch einen Dreher auf dem Rückweg von der Wende. Dieser Punkt hat im Training schon eine gewisse Tradition, das gute Abschneiden in den beiden Wertungsläufen allerdings auch. Klassensieg in der Klasse 1A und verglichen mit der 1B wirklich akzeptable Zeiten. Ein besonderer Dank geht auch an Harry Seiler, denn ohne ihn wäre das sicher nicht möglich gewesen ;-)

Wir haben nach der Veranstaltung noch einige andere Punkte am Fahrzeug gefunden die wir bis zur nächsten Veranstaltung verbessern werden. Die knappe Zeit und die fehlende Teststrecke vor der Haustür machen für uns ein gut vorbereitetes Auto leider nur in Etappen möglich. Trotzdem blicken wir auf eine sehr schöne Veranstaltung zurück und möchten uns sowohl bei den Veranstaltern als auch bei allen Helfern dafür bedanken. 

An Christian: Wir freuen uns auf die nächste Challange mit dir und werden unseren Vorsprung bitter verteidigen ;-)


Kleine Ursache große Wirkung!

Voller Zuversicht ging es auf dem Travering für uns an den Start. Sebastian war als erster an der Reihe und fuhr auf die Strecke. Kurz vor dem Ziel wurde er allerdings durch die Streckenposten ausgebremst. Massiver Benzinverlust aus dem Bereich der Tankklappe. Wir bekamen die Gelegenheit zum Nachbessern und standen nun wieder im Fahrerlager. Als Fehlerursache war der Tankverschluss schnell gefunden. Da das Originalteil kein Schlüssel mehr hatte, wurde hier mal ein Zubehörteil von Matthies-Autoteile verbaut. Dieses Teil ist aber der totale Schrott und dichtet überhaupt nicht richtig ab. Auf dem ganzen Rennplatz kein 86c vorhanden, der uns einen Tankdeckel leihen konnte. Rasch kamen andere Teilnehmer mit Gummihandschuhen und wir versuchten den Tankverschluss zu modifizieren. Eine kurze Kreisfahrt zeigte aber, dass es leider nichts brachte. Für Sebastian war die Veranstaltung gelaufen, aber Nathalies Start stand noch bevor. Nach Hause fahren und einen Tankverschluss holen? Das hätte zu lange gedauert. In den Klassen am Nachmittag würden noch weitere Polos an den Start gehen. Also rief ich Klaus von P und K Racing aus Neumünster an. Er war bereits auf dem Weg zur Veranstaltung und half zusammen mit Roy einem anderem Polo-Team, dass mit ihrem Zugfahrzeug liegen geblieben war. Irgendwie war an dem Tag der Wurm drin. Als die Jungs von P und K Racing auf dem Platz erschienen, konnten wir ihren Tankverschluss ausprobieren und er war dicht. Nathalie konnte also an den Start gehen.
Bei ihr lief alles glatt, aber an dem Tag gab es weiteres Pech in Form eines kleinen Unfalls, Fahrfehlern und Motorproblemen. Es gibt Tage da bleibt man besser zu Hause. Sebastian konnte wenigstens am späten Nachmittag noch in der Sonderklasse starten und war mit den Fahrzeiten sehr zufrieden. Der Polo lief richtig gut, aber dieser Lauf zählt leider zu keiner Meisterschaft. Die Helden des Tages sind aber unsere hilfsbereiten Mitstreiter von P und K Racing. Wir wünschen euch ebenfalls ein Ende euer Pechsträhne!

Sonntag geht es nach Sülfeld und da bekommt ihr euren Tankdeckel wieder :-)

Video: Nathalie in der Einsteigerklasse 1A